Die digitale Transformation stellt Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen vor besondere Herausforderungen. Insbesondere im Verteidigungssektor ist die Kontrolle über sensible Daten und Systeme von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat sich unser Kunde, das Österreichische Bundesheer (ÖBH), frühzeitig mit der Frage beschäftigt, wie sich digitale Souveränität langfristig sichern lässt.
Im Jahr 2020 wurde deutlich, dass immer mehr Dienste in Cloud-Umgebungen verlagert werden. Dies stellte für die Direktion 6 IKT und Cyber des ÖBH ein erhebliches Risiko dar, da Abhängigkeiten von externen Anbietern und der potenzielle Kontrollverlust über vertrauliche Daten im Widerspruch zu den eigenen Sicherheitsanforderungen standen.
Strategische Neuausrichtung: Unabhängigkeit statt Anbieterbindung
Das ÖBH entschied sich daher bewusst für einen strategischen Kurswechsel. Das Ziel bestand darin, eine nachhaltige Alternative zu etablieren, die höchste Sicherheitsstandards erfüllt und ein hohes Maß an Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur ermöglicht. In diesem Kontext bedeutet digitale Souveränität vor allem, jederzeit eigenständig und durchsetzungsfähig über Systeme, Daten und Prozesse entscheiden zu können – unabhängig von externen Markt- oder Anbieterentwicklungen.
Auf Basis unserer Compliance- und Digitalisierungsexpertise identifizierte CIB als Hauptauftragnehmer mit Collabora Productivity einen zertifizierten und erfahrenen Partner, der weltweit für seine führende Rolle in der Weiterentwicklung von LibreOffice bekannt ist.
In ihrer Rolle als Hauptauftragnehmerin übernahm CIB die zentrale organisatorische Steuerung des Projekts. CIB koordinierte die vom ÖBH beauftragten Erweiterungen, bündelte Anforderungen, stellte die Ergebnisse bereit und fungierte als organisatorischer Ansprechpartner. Die technische Umsetzung erfolgte nahezu vollständig durch Collabora Productivity als zertifizierten Fachpartner. CIB sorgte dabei für eine strukturierte Übergabe der Themen, eine zuverlässige Projektkoordination und die Einbindung geeigneter Partner für die fachgerechte Umsetzung.
On-Premises-Strategie mit nachhaltiger Wirkung
Im Rahmen eines auf fünf Jahre angelegten Programms wurde die Migration von über 16.000 Usern von Microsoft Office zu einer Open-Source-Office-Lösung auf Basis von LibreOffice umgesetzt. Ein zentraler Erfolgsfaktor war dabei die konsequente On-Premises-Strategie: Die Datenverarbeitung erfolgte innerhalb der geschützten IT-Umgebung des Bundesheeres.
Darüber hinaus wurde nicht nur bestehende Software implementiert, sondern auch aktiv weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit Expertenteams wurden gezielte Verbesserungen in LibreOffice umgesetzt, darunter Optimierungen der Dokumentkompatibilität und neue Funktionen.
Compliance trifft Innovationskraft
Dieses Projekt zeigt, wie sich Compliance-Anforderungen, technologische Innovation und strategische Unabhängigkeit erfolgreich miteinander verbinden lassen. Durch die Kombination aus fundierter Beratung, sorgfältiger Partnerauswahl und nachhaltiger Umsetzung konnten wir das ÖBH nicht nur bei der technischen Migration unterstützen, sondern auch einen Beitrag zur Stärkung der digitalen Souveränität leisten.
Fazit
Digitale Souveränität ist keine abstrakte Zielsetzung, sondern eine strategische Notwendigkeit – insbesondere für Organisationen, die höchsten Anforderungen an Sicherheit und Compliance unterliegen.
Entscheidend ist ein durchdachtes Gesamtkonzept aus Technologie, Compliance und langfristiger Unabhängigkeit. Genau hier setzt CIB mit umfassender Beratung und zukunftsfähigen Lösungen an.
Lassen Sie sich von unserem Team beraten und erfahren Sie, wie Ihre Organisation digitale Souveränität nachhaltig umsetzen kann. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.