CIB seven 2.2 Preview: Neuer Web Modeler, KI-Agenten und BPMN-Automatisierung

CIB seven 2.2 erweitert die BPM-Plattform um zentrale Funktionen für KI-gestützte Prozessorchestrierung, browserbasierte Modellierung und Enterprise-Collaboration. In einer exklusiven Online-Preview mit mehr als 100 Teilnehmenden stellte das CIB-Team die wichtigsten Neuerungen der kommenden Version vor: den neuen Web Modeler, ein KI-Agenten-Framework für BPMN-Workflows, Human-in-the-Loop-Szenarien, RAG-Integration mit PostgreSQL/pgvector sowie neue Möglichkeiten für MCP-Konnektivität und agentische Prozessautomatisierung.

Moderiert wurde die Session von Key Consultant Tom Gartmann. Product Owner Oleg Skrypnyuk gab einen ersten Einblick in die nächste große Version von CIB seven und zeigte, wie KI und BPM zunehmend in moderne Enterprise-Automatisierung integriert werden.

Die wichtigsten Neuerungen in CIB seven 2.2

CIB seven 2.2 bringt mehrere zentrale Erweiterungen:

Damit entwickelt sich CIB seven konsequent von einer BPM-Engine zu einer KI-fähigen Plattform für Prozessorchestrierung.

Plattform-Upgrade: Spring Boot 4 und Migrationsfähigkeit

Die Preview begann mit einem mit einem wichtigen technischen Plattform-Upgrade: der Unterstützung für Spring Boot 4. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass CIB seven weiterhin auf reibungslose Migrationspfade und Kompatibilität ausgelegt ist.

Oleg demonstrierte CIB seven mit Spring-Boot-4-Unterstützung sowie paralleler Kompatibilität zu Spring Boot 3.5-Artefakten. Dadurch sollen Unternehmen ihre bestehenden Setups schrittweise weiterentwickeln können, ohne auf Stabilität und Investitionssicherheit verzichten zu müssen.

Neuer Web Modeler für BPMN, DMN und Formulare

Ein zentrales Highlight der Preview war der neue Web Modeler. Er ist sowohl in der Community- als auch in der Enterprise-Edition verfügbar und ermöglicht es Anwendern, Modelle direkt im Browser zu erstellen und zu bearbeiten.

Mit dem Web Modeler können Anwender:

Die Enterprise-Edition erweitert diese Funktionen um zusätzliche Möglichkeiten für professionelle Entwicklungs- und Teamprozesse:

Damit unterstützt der Web Modeler sowohl einzelne Prozessentwickler als auch Teams, die BPMN-Modelle gemeinsam erstellen, prüfen und weiterentwickeln.

CIB seven AI Agent Framwork: KI direkt in BPMN-Prozessen

Im Mittelpunkt der Session stand das neue CIB seven AI Agent Frameworks. Es ermöglicht die direkte Einbettung von KI-Agenten in BPMN-Workflows. Grundlage dafür sind BPMN-Element-Templates sowie eine Connector-Architektur auf Basis von LangChain4j.

In der Live-Demo wurde gezeigt, wie KI-Agenten innerhalb von Prozessen eingesetzt werden können. Sie können unter anderem:

Der Ausblick ist klar: KI-Agenten können künftig Prozesse nicht nur unterstützen, sondern einzelne Prozessschritte, externe Tools und weitere BPMN-Prozesse als aufrufbare Bausteine nutzen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für agentische Prozessautomatisierung und dynamische Orchestrierung.

Gleichzeitig bleibt die Architektur von CIB seven modular. Unternehmen, die keine KI-Funktionalitäten benötigen, können weiterhin schlanke Deployments ohne zusätzliche KI-Abhängigkeiten betreiben.

Human-in-the-Loop: : Governance für KI-gestützte Workflows

Ein weiterer Schwerpunkt der Preview war die Frage, wie KI-Ergebnisse kontrolliert, geprüft und verbessert werden können. Die Demo zeigte, wie KI-generierte Antworten während der Prozesslaufzeit durch Menschen überprüft und verfeinert werden.

Der gezeigte Workflow ermöglichte es Benutzern:

Das Beispiel verdeutlichte, wie BPMN-Orchestrierung Governance, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle in KI-gestützte Workflows bringen kann. Gerade für Enterprise-Szenarien ist dieser Ansatz wichtig, weil KI-Ergebnisse nicht isoliert entstehen, sondern in klar definierte Prüf- und Freigabeprozesse eingebettet werden.

RAG- und Wissensdatenbank-Integration

CIB seven 2.2 führt außerdem Funktionen für Retrieval-Augmented Generation, kurz RAG, ein. Damit können Unternehmen firmenspezifisches Wissen direkt in KI-gestützten BPMN-Prozessen nutzbar machen.

Die Preview zeigte eine Integration auf Basis von PostgreSQL und pgvector. Demonstriert wurden unter anderem:

Dadurch entstehen neue Anwendungsfälle für intelligenten Kundensupport, interne Wissensassistenten, KI-gestützte Prozessentscheidungen und die Erweiterung der unternehmensweiten Suche.

KI-gestützte BPMN-Modellierung

Eine weitere wichtige Neuerung ist der BPMN AI Assistant, der direkt in den Enterprise Web Modeler integriert ist. Er unterstützt Anwender dabei, BPMN-Modelle schneller zu verstehen, zu erstellen und anzupassen.

Benutzer können:

Der Assistent unterstützt die Betriebsmodi Ask, Edit und Plan. Dadurch sinkt die Einstiegshürde für die Prozessmodellierung, während Entwicklungsteams BPMN-Workflows schneller entwerfen und iterieren können.

Fragen aus der Community

In der Q&A-Session zeigte sich großes Interesse der Community an Themen wie den Deployment-Optionen des Web Modelers, den KI-Integrationsarchitekturen, den PostgreSQL-Anforderungen, den MCP-Server-Integrationen und den Enterprise-Collaboration-Features.

Das CIB-Team betonte erneut, dass Kompatibilität, Modularität und reibungslose Migration weiterhin zentrale Prioritäten bleiben.

Was als Nächstes kommt

Die Aufzeichnung der Preview-Session wurde auf YouTube veröffentlicht, sodass Interessierte sich alle Demos und Diskussionen erneut ansehen können.

Die Veröffentlichung von CIB seven 2.2 ist für Ende Mai 2026 geplant. Weitere KI- und Kollaborationsfunktionen sind bereits für den Herbst-Release-Zyklus vorgesehen.

Das Preview machte deutlich: CIB seven entwickelt sich von einer BPM-Engine zu einer leistungsstarken, KI-fähigen Plattform für Prozessorchestrierung. Dabei bleibt die Plattform offen, kompatibel, modular und für den Unternehmenseinsatz ausgelegt.

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