CIB seven Day 2026: Praxisberichte, KI-Agenten und der Weg zu CIB seven 3.0

Der CIB seven Day am 27. Oktober in München hat gezeigt, wie stark die Community rund um CIB seven gewachsen ist: Rund 70 Anwender, Partner und Interessierte kamen zusammen, viele davon mit eigenen Projekten im produktiven Einsatz. Im Mittelpunkt standen Praxisberichte zur Migration von Camunda 7, der Ausblick auf CIB seven 3.0 und die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) und Business Process Model and Notation (BPMN) sinnvoll zusammenspielen.

Wer die BPM-Engine einsetzt oder einen Umstieg plant, bekam an einem Tag einen kompakten Überblick: was in der Praxis funktioniert, wohin sich die Plattform entwickelt und wie sich KI-Agenten kontrolliert in Geschäftsprozesse einbinden lassen.

Wer war beim CIB seven Day 2026 dabei?

Kevin Lang, Head of Process Management bei brix Solutions AG, fiel vor allem die Entwicklung der Community auf. Im Vergleich zum letzten Jahr sind deutlich mehr Teilnehmer vor Ort gewesen, und viele von ihnen haben die Plattform bereits im Einsatz. „Für mich ein gutes Zeichen dafür, wie sich die Community rund um CIB seven entwickelt“, schrieb er im Anschluss auf LinkedIn.

Ob Migration von Camunda 7, bestehende Prozessarchitekturen oder neue Anwendungsfälle: Die Beiträge von BAUR Versand, Ceyoniq Technology, Miragon, mesoneer und PiU zeigten, wie unterschiedlich die Anforderungen an Prozessautomatisierung sein können.

Welche Praxiserfahrungen teilten Anwender und Partner?

Die Vorträge aus der Community deckten ein breites Spektrum ab:

  • Manfred Löbling, Teamleiter Development & Automation, und Max Böhling, Anwendungsentwickler bei BAUR Versand, zeigten, wie das Unternehmen CIB seven für interne Genehmigungsprozesse einsetzt und welchen Weg die eigene Architektur dorthin genommen hat.
  • Marcel Mühlbach, Produktmanager bei Ceyoniq Technology, erklärte unter dem Titel „Migration ohne Drama: jetzt beginnt der spannende Teil“, wie Geschäftsprozesse mit der nscale Process Automation Platform und CIB seven nicht nur migriert, sondern intelligent weiter automatisiert werden. Sein Bild dafür stammte aus dem Basketball: Gute Einzelspieler reichen nicht, erst das Zusammenspiel im Team entscheidet.
  • Dominik Horn, Co-Founder und Transformation Lead bei Miragon, berichtete, wie KI die Softwareentwicklung einer Intralogistiklösung bei dmTECH verändert hat und wie sich KI und BPMN dabei verbinden lassen.
  • Dirk Budke, Head of Development bei mesoneer, ging der Frage nach, ob KI-Agenten klassische Workflows ersetzen werden, und ordnete ein, welche Rolle strukturierte Prozesse in einer zunehmend KI-gestützten Arbeitswelt behalten.
  • Marcin Pankowski, Business Process Engineer bei PiU, zeigte, wie Prozessautomatisierung Banken und Versicherungen bei der Kundenprüfung nach dem Prinzip „Know Your Customer“ unterstützt.

Dabei ging es nicht allein um technische Lösungen. Auch Fragen nach langfristiger Wartbarkeit, offenen Standards und der Integration neuer Technologien spielten eine wichtige Rolle.

Zwischen den Vorträgen bot der Tag Raum für persönliche Gespräche. Beim Mittagessen und Networking konnten die Teilnehmer Kontakte knüpfen, Erfahrungen vergleichen und neue Anregungen für ihre eigenen Projekte mitnehmen. Viele Gespräche vor Ort zeigten: Gerade die unterschiedlichen Blickwinkel der Vorträge und der Austausch in den Pausen machten den Tag besonders wertvoll.

Wie bekommen KI-Agenten in BPMN-Prozessen klare Leitplanken?

Neben den Praxiserfahrungen standen die technologischen Entwicklungen rund um CIB seven im Mittelpunkt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel von KI-Agenten und BPMN-Prozessen: Wie lassen sich bestehende Workflows durch agentische Funktionen erweitern und welche Möglichkeiten eröffnet das Model Context Protocol (MCP)?

MCP ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen auf externe Systeme und Daten zugreifen. Andreas Held, Senior Consultant Prozessentwicklung bei der CIB Group, zeigte in seinem Vortrag „CIB seven meets MCP“, wie Anwender auf diesem Weg mit ihrer Prozessengine in einen Dialog treten. Für Unternehmen eröffnet MCP neue Möglichkeiten: KI-Assistenten machen komplexe Prozessinformationen über natürliche Sprache zugänglich und ermöglichen die intelligente Zusammenarbeit über Systemgrenzen hinweg.

Was bringt CIB seven 3.0 im November 2026?

Mit dem Ausblick auf CIB seven 3.0 und die Roadmap für 2027 stellte das Produktteam die nächsten Entwicklungsschritte vor. Die für November 2026 geplante Version bringt unter anderem:

Ad-hoc-Subprozesse

Nicht jeder Ablauf lässt sich vorab Schritt für Schritt festlegen. In Ad-hoc-Subprozessen entscheiden Mitarbeiter oder KI-Agenten während der Bearbeitung, welche Aufgaben nötig sind, innerhalb des Rahmens, den das Prozessmodell vorgibt.

Einen erweiterten AI Agent Connector

Er bindet Sprachmodelle direkt in Prozessschritte ein, sodass KI-Aufgaben Teil des modellierten Ablaufs werden.

CIB seven als MCP-Server

KI-Anwendungen können über das Model Context Protocol direkt auf Prozesse zugreifen, zum Beispiel um Informationen abzurufen oder Abläufe anzustoßen.

Für 2027 sind weitere Entwicklungen geplant, darunter kollaborative Modellierung in Echtzeit und die Kommunikation zwischen KI-Agenten.

Wie fließt das Feedback der Community in die Weiterentwicklung ein?

Zum Abschluss sammelten Frank Seboldt und Vincent Roth, Seniorberater für Prozessautomatisierung und BPM bei der CIB Group, in einer Wunschlisterunde die Anforderungen der Teilnehmer an die weitere Entwicklung. Damit wurde das Feedback aus der Community aktiv eingefordert, und Anwender und Partner können die Weiterentwicklung von CIB seven direkt mitgestalten.

Fazit: Offene Prozessautomatisierung wächst mit ihrer Community

Der CIB seven Day 2026 hat gezeigt, dass Verlässlichkeit und Innovation sich nicht ausschließen. Anwender berichten von produktiven Einsätzen und gelungenen Migrationen, das Produktteam baut die Plattform gezielt für KI-gestützte Abläufe aus, und die Community gestaltet mit, welche Schritte folgen. Für Unternehmen, die Prozesse langfristig offen und unabhängig automatisieren wollen, ist das eine belastbare Grundlage.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referenten, Teilnehmer und Partner, die den Tag mit ihren Beiträgen, Fragen und Gesprächen bereichert haben. Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte von CIB seven gemeinsam mit unserer Community zu gestalten.

Alle Vorträge und Videoaufzeichnungen finden Sie auf der Veranstaltungsseite: CIB seven Day 2026

Häufige Fragen

Der CIB seven Day 2026 fand am 27. Oktober 2026 im smartvillage in München statt. Anwender, Partner und das Produktteam von CIB seven stellten dort Praxisprojekte und neue Entwicklungen vor.

Die für November 2026 geplante Version bringt unter anderem Ad-hoc-Subprozesse, einen erweiterten AI Agent Connector und die Möglichkeit, CIB seven als MCP-Server einzusetzen.

BPMN gibt die Leitplanken vor, innerhalb derer KI-Agenten handeln dürfen. Wo der Weg bekannt ist, laufen Prozesse fest definiert ab; wo nur das Ziel bekannt ist, können KI-Agenten flexibel entscheiden.

Die Vortragsfolien stehen als Download bereit, die Videoaufzeichnungen folgen in Kürze auf der Veranstaltungsseite.

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